Alt-Katholische Kirche
-> Vollmitglied in der ACK Deutschland, der ACK Niedersachsen und ACK Hannover
Profil
Die Alt-Katholische Kirche in Deutschland ist eine selbstständige katholische Kirche, die ihre Wurzeln im 19. Jahrhundert hat. Sie entstand nach dem Ersten Vatikanischen Konzil von 1870, als die dort beschlossenen Dogmen von der päpstlichen Unfehlbarkeit und dem Jurisdiktionsprimat von Teilen des katholischen Klerus und der Gläubigen abgelehnt wurden. 1873 bildeten sich in Deutschland alt-katholische Gemeinden, und 1874 wurde Joseph Hubert Reinkens zum ersten alt-katholischen Bischof gewählt.
Die Kirche versteht sich als Teil der einen, katholischen Kirche und beruft sich auf die Tradition der ungeteilten Christenheit der ersten Jahrhunderte. Sie betont die Bedeutung von Heiligen Schrift, Sakramenten und kirchlicher Gemeinschaft, lehnt jedoch zentrale römisch-katholische Lehrentscheidungen des 19. Jahrhunderts ab. Ihre Struktur ist synodal aufgebaut: Bischof, Klerus und Laien wirken gemeinsam an Leitung und Entscheidungsfindung mit.
Das Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland hat seinen Sitz in Bonn und zählt rund 15.000 Mitglieder in etwa 60 Gemeinden. Frauen können alle kirchlichen Ämter übernehmen, und gleichgeschlechtliche Paare können kirchlich gesegnet werden. Die Kirche ist Mitglied der Utrechter Union der Alt-Katholischen Kirchen und engagiert sich stark im ökumenischen Dialog, insbesondere mit der Anglikanischen und der Evangelischen Kirche.
Die Alt-Katholische Kirche in Deutschland ist Mitglied der ACK Deutschland, der ACK Niedersachsen sowie der ACKH.
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